Wie sah der Schulalltag noch vor 100 Jahren aus? Wie sieht er heute aus? Was ist Sprache und wie wird Sprache in Schrift umgesetzt? Der Film „Schule damals und heute“ soll die alltägliche Schulumwelt und das Befinden der Schülerinnen und Schüler von damals und von heute aufzeigen. Die Schulkultur verändert sich, nicht nur im Zusammenhang mit dem Einsatz Neuer Medien, sondern es verändert sich auch die Rolle der Lehrerin und des Lehrers.

Der Film entstand im Rahmen eines Schulprojekts in der 3. Klasse Volksschule. Die zentrale Frage dieses Filmprojekts im Zusammenhang mit der Schulkultur, ist jene Frage der sinnvollen Implementierung Neuer Medien im Unterricht. Der medienpädagogische Diskurs und das Ziel des medienpädagogischen Handelns soll hier im Kontext zur Nutzung, des reflektieren Betrachtens und der aktiven und kreativen Gestaltung von unterrichtsrelevanten Inhalten verstanden werden. Für mich als Lehrerin bedeutet das, Kinder von der Konsumation von Medien hin zur Produktion von Medien zu begleiten. Der Film soll Lehrerinnen und Lehrern Lust und Mut machen Neue Medien im Unterricht einzusetzen.

Eckdaten:

Insgesamt wurde für diesen Kurzfilm ca. 10 h Film- und Tonmaterialien verwendet, das kollaborativ und explorativ im Unterricht entstanden ist. Michael Janousek hat uns bei diesem Filmprojekt tatkräftig unterstützt, immer wieder angeleitet und uns einen Weg gezeigt, wie wir unsere Ideen und Inhalte im Film darstellen können. Abwechselnd standen die Kinder hinter und vor der Kamera (Video als auch Fotokamera), sie filmten mit den iPads, stellten Stop-Motion Filme, Plakate, Mind Maps uvm. her.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Manfred Ebner (er spielt den strengen Hr. Lehrer), Michael Janousek (Begleitung und Schnitt des Films), der Leitung des Wr. Schulmuseum (besonders Hr.  Krebs, der uns die Dreharbeiten im Wr. Schulmuseum ermöglichte), der Fr. Direktorin (Karin Roth, der VS 22, Schukowitzgasse), den Eltern und den Kindern der 3b bedanken!

Die Idee zu diesem Film entstand durch die Anfrage des ORFs vor ein paar Wochen, wo die Kinder und ich befragt wurden, was wir davon halten würden, dass in Finnland das Lehren der Schulschreibschrift in die Schulautonomie der Schulen gelegt wird. Wie wir in unserer Klasse mit dem „1:1 iPad Concept“ Schriftsprache lernen und, wie es den Kindern beim Lernen der genormten Schulschreibschrift geht bzw. ging. Daher möchte ich mich für die Inspiration dieser spannenden Thematik noch herzlich bei Constanze Ertl (ORF) und den Gedanken von Beat Doebeli und Helmut Spudlich bedanken!

Es steckt sehr viel Arbeit in diesem Projekt und war, sowohl für die Kinder als auch mich, eine unglaublich spannende Erfahrung – DANKE!